Reisen & Sightseeing

Pampered around the clock

Rund um die Uhr so viel schlemmen und trinken, wie man möchte und dabei unter einer Palme am Strand liegen – was klingt wie die Beschreibung für das Schlaraffenland nennt sich schlichtweg „All Inclusive Urlaub“.
Also etwas, das man auf jeden Fall mindestens ein mal im Leben erfahren möchte.
Dank diverser Vergleichsportale kann man gute Last Minute Schnäppchen ausfindig machen – so hat es mich für eine Woche nach Hurghada verschlagen: direkt am Strand gelegen, mit Wasserpark und zahlreichen weiteren Annehmlichkeiten in einer Anlage, die jedem Palast Konkurrenz macht.
 Sieben Tage, die man fast ausschließlich mit futtern und dem Probieren sämtlicher Getränke auf der Karte verbringt, im Wasserpark sämtliche Rutschen austestet und am Strand endlich einmal genügend Zeit findet, ein Buch zu lesen.
Man muss sich um nichts kümmern, wird rundum versorgt und hat endlich einmal Zeit, die Seele baumeln zu lassen.
Jeder Tag stand hierbei unter einem anderen Motto, an das Buffet, Abendprogramm, Animation und Musik angepasst wurden.

Mein Fazit:

So paradiesisch die Zustände auch klingen: man fühlt sich in der Anlage ein wenig wie in einem goldenen Käfig. An jedem Eingang stehen Wachposten, bei jedem Betreten wird man durch eine Sicherungsanlage geschoben und gefilzt, der Strand ist eingezäunt, sodass lange Spaziergänge nicht möglich sind und Ausflüge in die Umgebung werden nur durch den Reiseveranstalter für teures Geld angeboten, Busse halten nicht in der Nähe des Hotels. Dennoch war die Woche, durch die Ausflüge, sehr abwechslungsreich und bot eine gute Mischung aus Erholung und Action. Positiv war auf jeden Fall, dass das Hotel jeden Morgen die Menge an Abfällen, die durch die Hotelgäste verursacht wurden, an eine Tafel vor dem Restaurant geschrieben wurde und die Anzahl an Menschen, die dadurch hätten satt werden können. Somit konnte sich jeder daran erinnert fühlen, beim Buffet nicht mehr zuzuschlagen, als auch tatsächlich in den Magen passt. So muss ich gestehen, dass in der Woche auch ein kleiner Anteil an Abfällen durch mich verursacht wurde, denn bei jedem Buffet probiert man auch einmal neue Dinge, die dann teilweise dem eigenen Geschmack nicht entsprechen.

Empfehlung:

Diese Art von Urlaub bietet sich vor allem für all jene an, die sich damit begnügen können, den gesamten Urlaub am Strand oder Pool zu faulenzen und nur zu den Buffetzeiten die Liege zu verlassen. Wer auf Kunst und Kultur im Urlaub nicht verzichten möchte, ist hier fehl am Platze.

Tipps zum Nachmachen:

Wem es um die „All Inclusive“ Variante und nicht primär um das Reiseziel geht, kann gute Schnäppchen im Netz finden. Dennoch sollte man auch auf die Bewertungen des Hotels achten und versuchen einen guten Mittelweg zu gehen.

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