Feiern

I can hear the Bells

Eine Hochzeit in der Familie ist doch immer eine aufregende Angelegenheit. Diesmal wagte mein großer Cousin den Schritt in den Bund fürs Leben. Aufgrund der begrenzten Plätze, durfte ich zwar an der Trauung nicht teilnehmen, aber bei dem kirchlichen Gelöbnis und dem anschließenden Fest war ich immerhin geladen. Ich habe zwar mit Kirche, Glaube und Religion nichts zu schaffen, aber das Gelöbnis war sehr feierlich und die Predigt netterweise recht kurz gehalten. Allerdings tobten mehrere Kinder während des Gottesdienstes durch die Kirche, da die Eltern nichts davon hielten mit ihren gelangweilten Kindern kurz vor die Tür zu gehen und somit lieber den gesamten feierlichen Rahmen für alle Anwesenden und insbesondere das Brautpaar beeinträchtigt haben. Nach dem Gelöbnis in der Kirche ging es nach einem kurzen Empfang durch die Feuerwehr, bei der mein Cousin arbeitet, zur Feierlocation am Hafen der Nachbarstadt. In liebevoller Kleinarbeit hatten meine Mum und meine Tante monatelang die gesamte Deko selbst gebastelt, geklebt und zusammengezimmert. Mit Blick auf das Wasser wurde bis in den nächsten Morgen gebührend gefeiert, unterbrochen nur durch einige Programmpunkte. Hier hatten sich vor allem die Trauzeugen mächtig ins Zeug gelegt und einen lustigen Kurzfilm über das Brautpaar gedreht, der ihre Marotten und Ecken & Kanten ein wenig aufs Korn nahm. Punkt Mitternacht wurde die Hochzeitstorte aufgefahren, ein von meiner Mum gebackenes 5-stöckiges Meisterwerk nach den Wünschen und Vorstellungen des Brautpaares.

Mein Fazit:

Bei Hochzeiten wächst doch irgendwie die ganze Familie zusammen – nicht nur räumlich, weil alle an einem gemeinsamen Tisch sitzen, sondern auch auf emotionaler Ebene. Während wir meine Mum beim Aufbau der Torte vor Ort, dem Transport und der Herstellung selbst emotional und mit der fehlenden 3. Hand unterstützt haben, wurde bis zur letzten Minute noch aufgebaut, die Kirche geschmückt, der Empfang vorbereitet und Taschentücher verteilt.
Wenn also in der Familie geheiratet wird, packt jeder mit an – auch wenn man es vorher noch nicht weiß 😉

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