DIY & Hobby

Gratis ist nicht umsonst

Von 20 Cashback Produkten waren nur diese 7 tatsächlich zu bekommen

Couponing beschreibt einen Trend aus den USA, der es dem Kunden ermöglicht Produkte stark rabattiert oder komplett gratis zu erwerben.
Während in den USA letzteres durch das Kombinieren verschiedener Rabattcoupons möglich ist, lautet das Zauberwort hierzulande „Nicht kombinierbar mit anderen Rabatten oder Aktionen“.
Um ein Produkt gratis zu bekommen, muss man in unseren Gefilden daher auf Cash-Back-Aktionen setzen. Dies habe ich nun auch einmal getestet.
Nach einer intensiven Recherche im Internet konnte ich dank der Webseite Sparwelt.de eine Liste von über 20 für mich relevanten Produkten zusammenstellen, die aktuell eine Cashback Aktion anbieten.
Auf Produkte, für die ich keine Verwendung habe, wie zum Beispiel Tierbedarf und Babyartikel, habe ich keinerlei Rücksicht genommen.
Mit dem Handy, auf dem sich zahlreiche Screenshots der Produkte befanden ging es nun zum Einkaufen ins Kaufland.

Das erste, was auffällt: Couponing ist sehr zeitintensiv. Während ich meinen regulären Einkauf in wenigen Minuten erledige, war ich bei dem Couponingeinkauf nach 2 Stunden immer noch im Geschäft.

Was ebenfalls sehr auffällig war:
Das entsprechende Produkt war sehr selten tatsächlich verfügbar. Während alle anderen Geschmacksrichtungen in Hülle und Fülle im Regal standen, wies das Fach mit der rabattierten Variante nur gähnende Leere auf. Ein geschickter Schachzug, verspricht der Hersteller schließlich einen Gratis Produkttest und macht somit auf seine Waren aufmerksam, ohne das der Verbraucher das entsprechende Produkt via Cashback tatsächlich testen kann.
Um sicher zu gehen, dass es nicht an dem Händler liegt, habe ich noch weitere Lebensmittelgeschäfte in meiner Heimatstadt und in der benachbarten Großstadt abgeklappert, kam aber immer zu dem gleichen Ergebnis: Das exakte Produkt war nicht verfügbar.

Der dritte auffällige Punkt:
Bei internationalen Lebensmittelketten waren die Produkte verfügbar.
Warum dies so ist, erklärt sich beim weiteren Vorgehen nach dem Kauf.

Hat man den Laden komplett auf den Kopf gestellt bei der Suche der Cashback Produkten geht es wie gewohnt zur Kasse. Man bezahlt die Produkte regulär und muss unbedingt den Beleg mitnehmen.
Dieser muss anschließend zu Hause eingescannt oder abfotografiert werden und auf der Homepage des Anbieters hochgeladen werden.
Es werden weitere Daten abgefragt: Kontodaten, damit der Kaufpreis zurückerstattet werden kann, Name, Anschrift und E-Mail Adresse.
Und noch ehe der erste Betrag zurückerstattet wurde, war mein Postfach überhäuft mit Werbemails der Herstellerfirmen.
Und darin liegt das wahre Geschäft des Cashbacks:
Eure Daten für ein Produkt.

Mein Fazit:

Für meinen Geschmack dauert das Cashback jagen im Geschäft zu lange. Zudem ist die Ersparnis des Einkaufspreises von im Schnitt vielleicht 1 bis 2€ nicht den Verkauf meiner Daten wert.

Empfehlung:

Wem Datenschutz gleichgültig ist, der darf natürlich gern Cashback in Hülle und Fülle betreiben. Allen anderen rate ich davon ab. Wenn ihr das Produkt testen möchtet, kauft es euch am besten.

Tipps zum Nachmachen:

Wer dennoch gerne einmal Cashback ausprobieren möchte, dem empfehle ich die Webseite von Sparwelt. Hier bekommt ihr eine sehr informative Liste zu den aktuellen Aktionen, Möglichkeiten das Cashback zu beantragen und Fristen.

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