Reisen & Sightseeing

Vom Leben und Tod

Ein Gewürzstand am Jeema El Fna

 Der Jeema El Fna ist einer von Marrakeschs belebtesten Plätzen.
Während dort tagsüber Hennafrauen, Korbverkäufer, Wasserläufer und Hütchenspieler veruchen ihren Kunden das Geld aus den Taschen zu ziehen, bauen sich zum Sonnenuntergang in Windeseile endlose Garküchen zwischen den Saftständen auf. Lautstark wird um die Gunst der Kunden geworben und jeder mit einer kleinen Kostprobe herangelockt. 
Es ist laut.
Es ist voll.
Es ist das pulsierende Leben.
 
All das an einem Ort, der nach dem genauen Gegenteil benannt ist: 
Auf dem „La Place“, wie die Einheimischen den Jeema El Fna auch nennen, wurden früher Hinrichtungen durchgeführt und der offizielle Name bedeutet übersetzt so viel wie „Platz des Todes.“ 
Gegensätzlicher könnten Name und Realität kaum auseinander driften. 
Wer mutig genug ist, probiert eine der Speisen in der Garküche – allerdings ist der Begriff „Kühlung der Lebensmittel“ eher ein Fremdwort. 
Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, kann in einem der benachbarten Cafes (z.B.: Cafe de Paris) etwas essen und vom Balkon das rege Treiben auf dem Place beobachten. 
Zu empfehlen ist jedoch ein Glas frisch gepressten Saft zu schlürfen. 
Für umgerechnet ca. 40 Cent bekommt ihr frisch gepressten O-Saft, für ca. 1€ könnt ihr euren eigenen exotischen Mix zusammenstellen. Wie wäre es mit einer Mischung aus Orangen, Erdbeere, Mango, Granatapfel und Melone?

Mein Fazit:

Der Jeema El Fna ist Dreh- und Angelpunkt in Marrakesch und man kommt nicht an ihm vorbei. 
Doch nach Sonnenuntergang, wenn die Einheimischen zum Place pilgern, um dort zu essen oder sich mit andren zu treffen, wird es schlichtweg zu laut und zu voll und man kommt kaum noch durch die engen Pfade zwischen den einzelnen Ständen, wird von Taschentücher-Verkäufern belagert oder von anderen laufenden Verkäufern bedrängt. 
Wenn man jedoch früh genug da ist, bekommt man recht günstig ein gutes Abendessen serviert. 

Empfehlung:

Wer zu Abend essen möchte, sollte früh da sein, allein schon wegen der fehlenden Kühlung der Zutaten.
Dennoch kann der La Place immer gut als Augangspunkt genutzt werden, da ihn einfach jeder in Marrakesch kennt. Wer sich also in der Medina verläuft (und das werdet ihr!), kann einfach nach dem Weg zum La Place fragen und kommt dort wieder an.

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