Kulinarisches

Regulus Primus: Mehr Met!

Das Mittelalter übt mitunter eine große Faszination auf die Menschen aus – längst sind einschlägige Bands nicht nur in der Mittelalterszene bekannt, sondern auch in den Charts vertreten, werden Mittelaltermärkte mit Schaukampf und co. von einer breiten Masse besucht und sind nicht nur Exklusiv-Tipps für Gewandete Besucher. Dieser Entwicklung ist es zu verdanken, dass auch immer mehr Gastronomen ein Mittelalteressen oder Ritteressen anbieten. Nebst deftiger Küche wird durch einen Gaukler mit Spielmann oder Kapelle ein mehrstündiges Festgelage geboten, bei dem der Met in Strömen fließt.  
Dabei werden die verschiedensten Showeinlagen dargeboten. Von Jonglage, über Feuerkunst bis hin zu derben Scherzen mit dem Publikum, bei denen die Themen Pest, Krieg und Tod generell zu dominieren scheinen, der Abend ist ein buntes Pottpouri an Unterhaltung. Untermalt wird das Gelage durch stimmungsvolle Musik auf Laute, Drehleier oder anderen Instrumenten, die an das Mittelalter erinnern. 

Mein Fazit:

Der Gaukler als Alleinunterhalter hatte die undankbare Aufgabe einen Saal mit 150 Gästen im Griff haben zu müssen – was ihm auch mühelos gelungen ist. Wohingegen die Schankdamen des Abends – derer gab es 2 – heillos überfordert waren und mit den Bestellungen nicht hinterher kamen. In einem kochend heißen Saal, in denen die Mehrzahl der Gäste in Gewandung saß, ein Punkt, der den gesamten Abend getrübt hat. 
Das Essen war eher schlicht gehalten, ein Teil der angekündigten Speisen fehlte oder wurde durch andere Elemente ersetzt (beispielsweise war das Dessert ein ganz anderes).
Der Musiker, man muss ihm zugute halten, dass er spontan eingesprungen ist für einen Covid-erkrankten Kollegen, klimperte auf einer Gitarre, eine Laute hörte man an diesem Abend nicht. Vor dem eigentlichen Programm lief Musik- allerdings keine stimmungsvolle Mittelaltermusik. 
Daher: Verbesserung nach oben ist definitiv möglich.  

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