Kulinarisches,  Kultur

Besinnlicher Stress

Zur Adventszeit gehört für zahlreiche Menschen traditionell der Besuch eines Weihnachtsmarktes: heiße Getränke gegen die Kälte, der Duft frisch gebrannter Mandeln und Lebkuchenherzen, winterliche Deko und Geschenkideen und dazu noch zahlreiche Futterbuden mit Spießbraten, Bratwurst und Knoblauch Champignons quasi unter einem Dach. Und Abends ist dann auch alles noch hübsch beleuchtet.
Diese Kombination zieht alle möglichen Gruppen von Menschen an: von Familien mitsamt Nachwuchs, Gruppen von Arbeitskollegen und Cliquen, die in ihrer Freizeit von einem Glühweinstand zum nächsten pilgern. Weil vor Weihnachten muss man sich ja noch mal treffen. 
Ich selbst habe als bekennender Grinch solche Festivitäten grundlegend gemieden, zumal gerade nach Einbruch der Dunkelheit der Dortmunder Weihnachtsmarkt immerzu überfüllt war und man nicht in Ruhe irgendwo schauen konnte, ohne von 3 Seiten angerempelt zu werden.

Doch nun, tagsüber und unter Corona Bedingungen, war der Markt doch relativ leer, sodass ich es mal gewagt habe, meinen Fuß auf das Gelände zu schieben. 😉
Futterbude reihte sich an Glühweinstand und diese Sequenz wiederholte sich eigentlich nur, lediglich ab und an unterbrochen von einem Dekostand.
Nach einem überteuerten Kakao mit Sahne für 4€ gab es einen frittierten Käsespieß, eine Köstlichkeit, die mir bis dahin noch nicht bekannt war. Mit direktem Blick auf die Tanne wurde fix geschmaust, ehe es zu voll wurde – es war ja auch Sonntag.

Mein Fazit:

ch bin nach wie vor ein Grinch und bleibe es vermutlich auch 😉
Daher konnte ich dem Ganzen nicht wirklich viel abgewinnen, noch den „Zauber Weihnachtsmarkt“ nachvollziehen.
Für mich ist Besinnlichkeit eher, einen heißen Kakao (oder was auch immer man gern mag) zu Hause mit den Liebsten auf der Couch eingekuschelt zu schlürfen, dabei einen Film zu schauen und die Kälte draußen zu lassen.

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